KI spart Zeit – aber bei welcher Aufgabe?
Zwei Feldstudien zeigen messbare Vorteile und deutliche Grenzen. Wer Produktivität beurteilen will, muss Qualität und Nacharbeit mitrechnen.
Die ILO untersucht Tätigkeiten innerhalb von Berufen. Ihr Index beschreibt technologisches Potenzial – keine Vorhersage konkreter Entlassungen.

KI-Exposition beschreibt mögliche Veränderungen von Tätigkeiten. Sie ist keine Prognose über verlorene Arbeitsplätze.
Eine gemeinsame Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und des polnischen Forschungsinstituts NASK kam im Mai 2025 zu dem Ergebnis, dass weltweit etwa ein Viertel der Beschäftigten in Berufen mit einem gewissen Einflussbereich generativer KI arbeitet. Gemeint ist, dass die Technologie einen Teil der jeweiligen Aufgaben potenziell unterstützen oder automatisieren kann.
Die Studie bewertet Tätigkeiten und ordnet Berufe in unterschiedliche Expositionsstufen ein. Büro- und Verwaltungstätigkeiten gehören zu den stärker berührten Bereichen. Die höchste Expositionskategorie umfasst laut Untersuchung 3,3 Prozent der weltweiten Beschäftigung. Weder dieser Anteil noch die größere Viertel-Zahl beziffert tatsächlich verlorene Stellen.
Die ILO betont in ihrer Veröffentlichung, dass eine Veränderung von Arbeit insgesamt wahrscheinlicher sei als die vollständige Ersetzung von Berufen. Ob eine technisch mögliche Automatisierung tatsächlich stattfindet, hängt unter anderem von der Organisation der Arbeit und den Entscheidungen der Beteiligten ab.
Für die öffentliche Debatte ist diese Unterscheidung wichtig. Eine Zahl über technische Fähigkeiten lässt sich nicht ohne weitere Annahmen in eine Zahl über Beschäftigung umrechnen. Neue Aufgaben, zusätzliche Nachfrage, Kosten, Qualitätsanforderungen und menschliche Verantwortung können die tatsächliche Entwicklung beeinflussen. Der Index ist deshalb ein Ausgangspunkt für Diskussionen, kein fertiger Fahrplan.
Praktisch lässt sich ein Beruf zunächst in wiederkehrende Tätigkeiten zerlegen: Informationen suchen, Gespräche führen, Entwürfe erstellen, Ergebnisse prüfen und Entscheidungen vertreten. Danach kann das Team für jede Tätigkeit betrachten, wo Unterstützung nützlich ist und wo menschliche Erfahrung unverzichtbar bleibt.
Ein Beispiel: Eine KI kann einen Gesprächsvermerk strukturieren. Ob er die Absicht eines Kunden korrekt wiedergibt, muss dennoch geprüft werden. Die eingesparte Schreibzeit könnte für Rückfragen genutzt werden. Solche konkreten Veränderungen sind besser diskutierbar als die pauschale Frage, ob ein ganzer Beruf verschwinden wird. Weiterbildung und Beteiligung sollten dort ansetzen, wo sich die tatsächlichen Aufgaben verändern.
Die verlinkten Originalquellen ermöglichen die eigene Prüfung und Vertiefung.
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung anhand der angegebenen Quellen erstellt. Stand des Beitrags: 02.11.2026. Produktangaben können sich ändern. Ein eigener Produkt- oder Tooltest wurde nicht durchgeführt. Mehr über unseren Ansatz →
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